Auf in die 2. Woche...

10. Oktober – 374 km

Für unsere Verhältnisse schliefen wir heute lange. Wir standen erst um 8 Uhr auf, machten uns fertig und gingen dann zum Frühstück runter. Draußen war es kalt, immer noch nur 16 °C und vor allem war es total neblig. Vom Südatlantik
mit dem Rad durch Namibia
mit dem Rad durch Namibia
war überhaupt nichts zu sehen. Das war ja toll. Es gab ein tolles Frühstücksbuffet, so dass uns nach Herzenslust bedienen und für den Tag stärken konnten. Neben uns am Tisch saßen 2 junge Männer, die anscheinend schon sehr lange in Namibia unterwegs waren. Sie saßen dort barfuß und in sehr gebrauchten Klamotten und sahen insgesamt sehr lotterich aus. Sie schienen mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, zumindest sahen wir nach dem Frühstück, als wir zurück zu unseren Zimmern gingen, draußen vor der Lodge 2 voll bepackte Fahrräder stehen. Irgendwie ja bewundernswert auf solche Art durch ein Land zu reisen, was eigentlich nur aus Schotterstraßen bestand. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, wie viele Platten die wohl schon hatten. Wir packten unsere Taschen und luden dann alles ins Auto und checkten anschließend aus. Leider war von dem Südatlantik immer noch nichts zu sehen, so dass wir dann Richtung Swakopmund starteten. Wir fuhren die C34 nach Süden und erreichten nach 116km die
Auf dem Weg
Auf dem Weg
nach Swakopmund
nach Swakopmund
Stadt. Entlang der Straße lagen immer mal wieder Wohngebiete, deren Häuser alle gleich aussahen und immer
Viele deutsche Schilder
Viele deutsche Schilder
hinter hohen Mauern lagen. Alles sah ziemlich karg aus und die eingemauerten Häuser ließen auf eine nicht wirklich sichere Umgebung schließen. In Swakopmund angekommen steuerten wir zunächst eine Tankstelle an. Danach fuhren wir dann ein bisschen durch die Stadt und überlegten, ob wir anhalten und etwas durch die Straßen schlenderten sollten. Nachdem wir durch die Straße Tobias Hainyeko fuhren und einige interessante Läden sahen, suchten wir uns in der Libertina Amathila Ave einen Parkplatz. Wir schlenderten dann durch die Tobias Hainyeko, wobei wir mit Schrecken feststellten, dass ja Sonntag sei und einige Geschäfte geschlossen hatten. Aber wir hatten Glück und konnten einige offene Läden finden, in denen wir tolle Mitbringsel und Andenken finden konnten. Vor allen hatten es uns diverse Produkte angetan, die aus recyceltem Material wie Kaffeekapseln oder Zementsäcken gefertigt wurden. Wir schlugen ordentlich zu. Dann gingen wir eine Querstraße runter Richtung
Auf dem Weg
Auf dem Weg
durch Swakopmund
durch Swakopmund
gab es viele verschiedene
gab es viele verschiedene
Eindrücke
Eindrücke
Strandpromenade, entlang des Strandes und zurück zu unserem Auto. In einem Supermarkt kauften wir dann noch schnell einige Getränke und für jeden ein leckeres Eis, bevor wir dann Swakopmund verließen. Wir fuhren auf der B2 weiter Richtung Süden nach Walvis Bay. Wir wollten noch einen kurzen Blick auf die Flamingo Lagoon werfen, bevor wir dann die Küstenregion wieder
Flamingo Lagoon
Flamingo Lagoon
Strandhaus in Walvis Bay
Strandhaus in Walvis Bay
Richtung Osten verlassen würden. So fuhren wir an dem Kreisel, an dem wir eigentlich nach Rechts auf die C14 hätten abbiegen müssen, geradeaus weiter auf der D1986. An der Flamingo Bay angekommen, fuhren wir auf einen der viele Parkplätze direkt am Strand und stiegen aus. Tatsächlich standen hier in einiger Entfernung eine größere Anzahl von Flamingos und suchten die Lagune nach Nahrung ab. Wir machten ein paar Fotos und stiegen dann wieder ins Auto. Wir hatten noch einen längeren Weg bis zu unseren nächsten Unterkunft vor uns und wollten dort nicht zu spät ankommen. Wir fuhren also zurück zu dem Kreisel und nahmen diesmal die Ausfahrt der C14. Diese Straße führte weg von der Küste wieder durch flaches, wüsten ähnliches
Namibische Raststätte
Namibische Raststätte
Auf dem Weg durch die
Auf dem Weg durch die
Namib-Wüste zum Kuiseb Canyon
Namib-Wüste zum Kuiseb Canyon
Gelände, die Ebene der Zentralnamib. Und die Straße war natürlich wieder eine Schotterstraße. Nach fast 100km Fahrt ändert sich die Landschaft dann schlagartig, die Mondlandschaft ist weg und für einen kurzen Zeitraum ist es eine Berg- und Tallandschaft. Nach weiteren 40km durch Serpentinen erreichten wir dann die Kuiseb Brücke, die über den Kuiseb Canyon führte. Jetzt am Ende der Trockenzeit floss hier natürlich überhaupt kein Wasser. Trotzdem hielten wir nach der Brücke an. Es war mittlerweile wieder sengend heiß, die 16 °C und der Nebel von heute Morgen war komplett vergessen. Im
Auf dem Weg
Auf dem Weg
durch Swakopmund
Kuiseb Canyon
gab es viele verschiedene
Kuiseb Brücke
Eindrücke
Eindrücke
breiten Flussbett standen vereinzelt grüne Bäume und die Felswände rechts und links vom Flussbett, die es wirklich ein bisschen zu einem Canyon machten, sahen total faszinierend aus. Wir machten bei 40 °C jede Menge Fotos und schauten uns eine Weile um. Doch da es hier ein bisschen Schatten gab, wurde uns schnell sehr warm und wir fuhren weiter. nach weiteren 44km erreichten wir dann endlich gegen 16:30 Uhr die Einfahrt zu unserer Unterkunft, die Rostock Ritz Desert Lodge (Homepage). Ein großes Tor stand da einfach so am Straßenrand und ein Schotterweg führte hindurch. Von der Lodge war
Zugangstor
Zugangstor
Erster Blick auf die Rundbauten
Erster Blick auf die Rundbauten
Der Weg zu unseren
Der Weg zu unseren
Zimmern in einem Rundhaus
Zimmern in einem Rundhaus
aber weit und breit nichts zu sehen. Wir mussten dann tatsächlich noch fast 7km fahren, bis wir die Lodge endlich vor uns liegen sahen. Zuerst sahen wir kleine runde Häuser direkt am Hang einer Bergkette liegen, auf den wir zu fuhren.
Unser Badezimmer
Unser Badezimmer
Unser Zimmer
Unser Zimmer
Dann sahen wir dahinter etwas oberhalb ein größeres Haus mit Parkplätzen, die jeweils wieder unter Wellblechdächern lagen, liegen. Hier stellten wir unser Auto ab und als wir ausstiegen, sahen wir dahinter sogar einen Pool, von dem aus man einen tollen Blick auf die Ebene, durch die wir eben gefahren waren und die jetzt unter uns lag, hatte. Wir gingen zur Rezeption und wurden da auf Deutsch begrüßt. Wir checkten ein und bekamen unsere Zimmerschlüssel und die Beschreibung des Weges wie wir dort hinkommen würden. Wir durften unser Auto zum Ausladen noch etwas näher ran fahren, mussten das Gepäck dann aber einen kleinen Weg hinunter zu einem dieser Rundbauten tragen. In jedem dieser am Berghang gelegenen Rundhäuser waren
Der Weg zum Hauptgebäude
Der Weg zum Hauptgebäude
Empfangshalle
Empfangshalle
2 Zimmer. Sie waren aus Steinen gebaut und erinnerten uns sehr an Behausungen aus Star Wars Filmen. Sie waren alle so ausgerichtet, dass man aus jedem Zimmer einen tollen Blick auf die unter uns liegende Ebene hatte. In jedem Zimmer war auch ein WC und Dusche, allerdings nur durch einen Vorhang abgetrennt. Es gab keine Klimaanlage sondern nur einen großen Deckenventilator über dem Doppelbett. Das sollte sich später noch als einen großen Nachteil herausstellen. Den es war jetzt schon sehr warm im Zimmer und draußen war so gut wie kein Wind, den man hätte durch Fenster und Tür durchziehen lassen können. Nachdem wir uns in unseren Zimmer ein wenig umgeschaut hatten, stellten wir das Auto zurück auf den Parkplatz und gingen zum Pool. Dort setzten wir uns hin und bestellten ein kühles Getränk. Hier war relativ viel los, die Liegen waren fast alle von anderen Gästen belegt und im Wasser tummelten sich diverse Kinder. Rike und Matthias machten sich dann auf, den Sundowner Walk um die Lodge herum zu gehen. Dabei handelte es sich um einen Rundgang über einen Hügel hinunter in eine Schlucht und dann zurück über die Ebene zur Lodge und sollte etwa 1 Stunde dauern. Oskar und ich dagegen gingen in das Hauptgebäude und setzten uns in den Bereich bei der Bar, möglichst nah an einem der Deckenventilatoren, denn es war auch hier drinnen sehr warm. Ein weitere kühles Getränk sollte uns erfrischen, was aber nicht wirklich was brachte. Das angepriesene WLAN funktionierte hier leider auch nicht, so dass wir die Zeit mit Lesen und schwitzen verbrachten. Als die Sonne dann langsam dem Horizont immer näher kam und es auf der Terrasse bereits Plätze im Schatten gab, gingen
kalte Getränke und
kalte Getränke und
Sonnenuntergang über
Sonnenuntergang über
der Wüste
der Wüste
wir raus. Da war die Luft dann doch angenehmer als drinnen. Rike und Matthias stießen dann später zu uns und bei kalten Getränke genossen wir zusammen den wirklich schönen Sonnenuntergang über der Wüste. Nachdem die Sonne dann untergegangen war, gingen wir zum Abendessen, was wieder im Übernachtungspreis enthalten war. Leider waren die Tische drinnen im Restaurant gedeckt, so dass wir drinnen essen mussten. Das Essen war total lecker, wir konnten uns jeder von der Karte auswählen, was wir wollten, aber die stickige Wärme im Restaurant machte das Abendessen eher zur Qual. Als es dann daran ging, das Dessert zu bestellen, sagten wir, das wir das gerne draußen auf der Terrasse essen würden, ob das okay sei. Und das war es zum Glück. So gingen wir raus und atmeten erleichtert die frische Luft ein. Wir saßen da noch eine ganze Weile, auch noch nachdem wir den leckeren Nachtisch aufgegessen hatten, weil es einfach von den Temperaturen hier total angenehm war an der frischen Luft. Als wir dann müde in unsere Zimmer gingen, kam der Schock. Es war dort total heiß und stickig und es regte sich kein Lüftchen. Auch die Höchststufe des Ventilators hoch über dem Bett brachte nichts. Wir verbrachten eine schlaflose Nacht in dem heißen Zimmer und erst gegen 4 Uhr schien es etwas abzukühlen, so dass wir wenigstens etwas dösen konnten.

11. Oktober – 267 km

Um 6:45 Uhr war ich schon wieder wach und hielt es einfach nicht mehr in dieser Wärme aus. Ich stand auf und
Sonnenaufgang über der Wüste
Sonnenaufgang über der Wüste
schnappte mir meine Badesachen und Handtuch und zum Pool. Als ich an der Terrasse vom Haupthaus vorbei kam, rief Rike mir zu, sie saß mit Matthias schon auf der Terrasse
Blick von der Terrasse aus auf die Wüste
Blick von der Terrasse aus auf die Wüste
und trank Kaffee. Da gesellte ich mich doch erst mal dazu. Wir genossen die relativ kühle Morgenluft und erzählten uns gegenseitig von der furchtbaren warmen Nacht in unseren Zimmern. Die Besitzerin der Lodge kam raus und sie erzählte, dass letzte Nacht die erste Nacht war, in der es sich nicht abgekühlt hat. Das sei sehr ungewöhnlich hier in der Wüste und viel zu früh im Jahr. Anschließend ging ich zum Pool, an dem noch kein anderer war. Ich genoss die Abkühlung im kühlen Wasser und vor allen die grandiose Aussicht über die Wüste. Rike und Matthias gesellten sich dann zu mir und wir blieben hier alleine bis wir dann gegen 8 Uhr zurück zu unseren Zimmern gingen. Wir machten uns fertig für das
Der Pool einsam am Morgen
Der Pool einsam am Morgen
Rezeption im Hauptgebäude
Rezeption im Hauptgebäude
Frühstück. Obwohl die Tische wieder drinnen gedeckt
Eingang zum Hauptgebäude
Eingang zum Hauptgebäude
waren, fragten wir, ob wir auf der Terrasse frühstückten konnten. Natürlich ging das und der nette Kellner half uns, Teller, Besteck und Tassen nach draußen zu tragen, wo wir uns einen Tisch in der Sonne suchten, denn noch war es gut auszuhalten. Das Frühstück war wieder ein Buffet und wir ließen es uns schmecken. Der Platz hier mit der Aussicht war einfach zu schön und so zogen wir das Frühstück mit mehreren Tassen Kaffee in die Länge. Aber wir
Entlang der C14
Entlang der C14
mussten irgendwann auschecken, so dass wir dann doch irgendwann zurück zu den Zimmern gingen, unsere Taschen packten und das Auto beluden. An der Rezeption checkten wir dann aus und fuhren dann gegen 9:45 Uhr los. Wir fuhren den Weg zurück zur C14 und bogen dort links ab Richtung Süden. Gegen 10:30 Uhr kamen wir in Solitaire an. Solitaire ist seit 1848 eine private Kleinstsiedlung auf der gleichnamigen Farm im zentralen Namibia am Rande des Namib-Naukluft-Parks. Solitaire hat etwa 92 Einwohner. Älteste Gebäude sind der 1849 errichtete Laden und die 1851 errichtete Kirche, seit 1879 mit
Solitaire mit
Solitaire mit
alten Tanksäulen
alten Tanksäulen
und Autos
und Autos
eigener Orgel. Die Bäckerei mit ihrem berühmten deutschen Apfelkuchen gibt es leider nicht mehr. Hier geht auch die C19 ab, die zum Sossusvlei führt. Dort wollten wir heute hin. Trotzdem hielten wir hier erst mal an und stiegen aus. Es war schon wieder total heiß und da wir im Sossusvlei (Information)noch höhere Temperaturen erwarteten, wollten wir hier unsere Getränkevorräte etwas aufstocken. Wir gingen also in den Laden hinter der Tankstelle und kauften Getränke. Anschließend schauten wir uns etwas um, denn überall standen und lagen hier alte Autos, Traktor und Motorrad herum. Ich fühlte mich ein wenig an die Route 66 versetzt, wo wir auch mehr oder weniger verlassen Ortschaften besucht hatten, in denen die alten Fahrzeuge so herum lagen. Wir machten einige Fotos und fuhren
Alte Autos
Alte Autos
und Traktoren
und Traktoren
in Solitaire
in Solitaire
dann aber auch schon weiter. Nach etwa 70km auf der C19 erreichten wir den Abbieger nach Sesriem, wo sich der Eingang zum Sossusvlei befand. Wir fuhren also weiter auf der D826, die uns nach knapp 12km direkt auf das Eingangstor zum Park führte. Unsere Unterkunft lag im Park, so dass wir also gleich in den Park rein fuhren. Am Tor wurden wir von einem Mitarbeiter angehalten, der uns gleich zum Sesriem Campsite schickte, wo wir am Tresen vom NWR (Namibia
Gegenverkehr sieht
Gegenverkehr sieht
man schon von weitem
man schon von weitem
Raststätte á la Namibia
Raststätte á la Namibia
Wildlife Resorts) den Eintritt für den Nationalpark zahlen mussten. Wir fuhren ein Stück und sahen dann gleich auf der rechten Seite einen Gebäudekomplex mit vielen geparkten Autos davor. Wir stellten uns dazu und nachdem wir erst kurz die Toiletten besuchten, gingen wir rein und zahlen den Eintritt von insgesamt 650 NAD für 2 Tage. Im allgemeinen Verständnis wird das gesamte Namib-Sandmeer, inklusive der umliegenden Dünenlandschaften und Vleis, als Sossusvlei bezeichnet. Es ist eines der drei Gebiete des Namib-Naukluft-Parks (neben Naukluft und Namib) und erstreckt sich über 30.777 Quadratkilometer. Aber eigentlich ist das Sossusvlei nur eine der von roten Sanddünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne („Vlei“) in der Namib. Das gesamte Sandmeer besteht aus unzähligen Sanddünen, einige davon bis zu 300 Meter hoch und zwischen ihnen gibt es viele andere Vleis, nicht nur das Sossusvlei. Der Zugang zum Sossusvlei ist nur von
Eingangstor zum Sossusvlei
Eingangstor zum Sossusvlei
Sonnenauf- bis Sonnenuntergang geöffnet. Wer möglichst früh nach Sossusvlei aufbrechen will, muss eine Unterkunft innerhalb des Nationalparks haben. Denn Gäste dieser Lodges oder des Campingplatzes dürfen schon eine Stunde vor Sonnenaufgang los und bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang noch unterwegs sein im Park. Und genau aus diesem Grund hatten wir unsere Unterkunft zumindest für die erste Nacht im Park gewählt.
Vom Eingangstor des Nationalparks führt eine asphaltierte, 65km lange Straße an roten Sanddünen vorbei bis mitten in das Sandmeer rein. Am Ende der Straße ist der 4x2 Parkplatz. Von hier aus geht es durch tiefen Sand nur zu Fuß oder mit 4x4 Fahrzeug weiter, wofür man dafür aber Luft aus den Reifen lassen muss. Wer weder zu Fuß noch selber mit seinen 4x4 Fahrzeug die letzten 5km zurücklegen möchte, für den stehen an dem 4x2 Parkplatz Shuttle zur Verfügung. Eine Fahrt mit dem Shuttle zum Sossuslvei und zurück zum 4x2 Parkplatz kostet etwa 180 NAD pro Person. Wir wollten
Hilfe beim Luft ablassen
Hilfe beim Luft ablassen
am nächsten Tag früh morgens los, so dass wir zum Sonnenaufgang bereits am Sossusvlei, also der Salzpfanne am Ende der 70km, sein würden. Um die 5km Sandpiste zu fahren, mussten wir aber zunächst Luft aus unseren Reifen lassen und ich hatte im Internet gelesen, dass man das an der Tankstelle vor den Toren des Nationalparks machen lassen kann. Und da fuhren wir jetzt erst mal hin. Also wieder raus durch das Tor, der Mitarbeiter dort schaute uns etwas verwirrt an. Ich erklärte ihm kurz, dass wir zur Tankstelle gegenüber wollten, um die Luft aus unseren Reifen zu lassen und gleich wieder kommen würden. An der Tankstelle angekommen, füllten wir unseren Tank und fragten den Tankwart, wer uns denn mit dem Luftdruck helfen könnte. Er zeigte in Richtung des Gebäudes hinter ihm und in der Tat standen dort einige andere Autos, an denen Tankstellenmitarbeiter gerade Luft aus den Reifen ließen der sie wieder aufpumpten. Matthias und Oskar blieben also im Auto und warteten darauf, dass der Tankwart mit dem Tanken fertig war und Rike und ich gingen schon mal in den kleinen Supermarkt, um noch mehr Trinkwasser zu kaufen. Als wir wieder raus kamen, stand unser Auto bereits vor der Garage und ein freundlicher Mitarbeiter ging von Reifen zu Reifen und ließ die Luft ab. Nachdem er damit fertig war, gaben wir ihm als Danks ein Trinkgeld, denn das Luft ablassen bzw. wieder aufpumpen war hier kostenlos. Dann fuhren wir wieder rüber in den Nationalpark und diesmal direkt weiter zu unser Unterkunft, die Sossus Dune Lodge (Homepage). Neben dem Sesriem Campsite war dies die einzige Unterkunft innerhalb des Nationalparks. Und da wir unbedingt die Möglichkeit haben wollten, einen Sonnenuntergang und auch einen Sonnenaufgang in der roten Dünenlandschaft zu erleben, hatten wir hier für eine Nacht tief in die Tasche gegriffen und uns die Übernachtung der Sossus Dune Lodge geleistet. Die Lodge lag ganz in der Nähe vom Sesriem Canyon. Auch hier waren die Rundbauten, in denen die Zimmer waren direkt vor eine Bergkette mit Blick auf die Dünenlandschaft angeordnet. Wir fuhren die Schotterstraße entlang und dann die Zufahrt zur Lodge. Es gab hier einen Schotterparkplatz und wir stellten hier unser Auto ab. Dann gingen wir Richtung Lodge. Einige Stufen führten hoch auf einen Holzsteg, der zur Rezeption führte. Dort gingen wir zunähst hin. Wir wurden mit einem Kaltgetränk begrüßt und erhielten eine kurze Einführung. Wir bestellten für
Alte Autos
Eine Kette von Rundbauten
und Traktoren
unser Zimmer
in Solitaire
Schlafzimmer mit Ausblick
Alte Autos
Badezimmer mit Ausblick
den nächsten Morgen ein Frühstückspaket, da wir weit vor Sonnenaufgang losfahren wollten. Dann checkten wir ein und gingen zurück zu unserem Auto, um unser Gepäck zu holen. Uns folgte ein Mitarbeiter mit einer Gepäckkarre, auf der er unsere Reisetaschen zu unseren Zimmern brachte. Alle Rundbauten waren über den Holzsteg miteinander verbunden. Hinter der Rezeption befand sich eine große Terrasse und das Restaurant schloss sich der Rezeption an. Dahinter lag der Pool mit einer Sonnenterrasse, die unter einem Dach auf Zweigen lag und wo einige Liegen und kleine Tische standen. Von der großen Terrasse vor dem Restaurant ging dann der Holzsteg zu den Rundbauten ab. Von diesem Hauptsteg führten dann kleinere Holzstege zu den einzelnen Rundbauten. Jeder Rundbau bestand aus 2 Bereichen, so dass wir annahmen, das sich in jeden Rundbau 2 Zimmer befanden. Aber tatsächlich war in jedem nur ein Zimmer. Der linke Teil war ein riesiges Badezimmer und der rechte Teil war das Schlafzimmer mit Loungeecke und Kühlschrank. Die Loungeliegen standen direkt vor dem Panoramafenster und boten einen fantastischen Blick auf die Wüste. Zwischen den beiden Bereichen lag gegenüber der Haustür eine weitere Tür, die nach draußen auf den Balkon führte. Die Rundbauten standen alle auf Stelzen, so dass sie über dem Boden zu schweben schienen. Leider war zunähst nur ein Zimmer fertig und frei, so dass wir noch etwa 15 Minuten warten mussten, bis wir auch den 2. Rundbau beziehen konnten. Draußen war es leider bereits unerträglich heiß, so dass wir es in der Sonne kaum aushielten. Wir beschlossen daher, zum Pool zu gehen, um uns abzukühlen und
Pool der Sossus Dune Lodge
Pool der Sossus Dune Lodge
dort im Schatten etwas auszuruhen. Am Nachmittag wollten wir dann weiter in die Dünenlandschaft rein fahren, um dort mitten in den roten Dünen den Sonnenuntergang zu genießen. Also schnappten wir uns unsere Badesachen und holten uns im Restaurant Handtücher, die dort ein einem Regal für alle Gäste zur Verfügung standen. Am Pool suchten wir uns Liegen im Schatten und gingen dann erst mal ins Wasser. Zunächst war das Wasser sehr erfrischend und blieben eine ganze Weile drin, aber sobald wir aus dem Pool raus gingen, trockneten wir super schnell und de ganze Erfrischung war dahin. Selbst im Schatten war es sehr warm. Leider bot das Dach aus Zweigen keinen kompletten Schutz vor Sonne. Durch die Lücken kam die Sonne durch, so dass durchaus Sonnenbrandgefahr trotz Sonnencreme bestand. So gingen wir dann nach einer weiteren Abkühlung im Pool zurück zu unseren Zimmer, wo es zumindest ein wenig Abkühlung durch einen Ventilator gab. Wir machten uns dann aber auch schon bald fertig und fuhren gegen 16 Uhr los. Wir fuhren von der Lodge aus zur Straße, die auf 65km bis zum Sossusvlei führte. Diese war asphaltiert, so dass wir hier gut voran kamen. Die roten Dünen entlang der Straße sahen total schön aus. Sie kamen mit jeden Kilometer, den wir fuhren, näher zusammen. Nach 43 km auf der Panoramastraße erreichten wir die Dune 45. Hier führte ein Abstecher von der Hauptstraße zu einem Parkplatz direkt vor der Düne. Dort machten wir unseren ersten Stopp. Doch wir schauten uns nur kurz um, machten ein paar Fotos aus dem Auto
entlang der Panoramastraße
entlang der Panoramastraße
Dune 45
Dune 45
Parkplatz vor der Dune 45
Parkplatz vor der Dune 45
Dune 45
Dune 45
und fuhren dann zurück zur Panoramastraße und weiter nach Westen. Wir wollten bis zum 4x2-Parkplatz fahren, um uns nach den Fahrzeiten der Shuttle zu erkundigen und einen Blick auf die Sandpiste werfen und dann entscheiden, ob wir die letzten Kilometer durch den Sand am nächsten Morgen selber fahren oder lieber auf ein Shuttle umsteigen sollten. Dort angekommen stellten wir unser Auto ab und schauten uns um. Einige Shuttle und andere Autos standen hier her
entlang der Panoramastraße
4x2-Parkplatz am Ende der 65km
Dune 45
rauf auf die Dune 45
Parkplatz vor der Dune 45
fast ganz oben
Dune 45
Dune 45
um. In der einen Ecke des Parkplatzes stand eine kleine Bude. Sie war geschlossen, aber außen hing ein Schild mit den Fahrzeiten und Preisen der Shuttle. Das erste Shuttle fährt hier im Sommer um 6 Uhr los. Dann gingen wir zum Anfang
Vogel im Licht des Sonnenuntergangs
Vogel im Licht des Sonnenuntergangs
der Sandpiste. Sie schien in der Tat sehr sandig sein. Wir waren immer noch unsicher und am überlegen. Dann sahen wir ein Auto auf uns zukommen. Es fuhr langsam aber stetig auf der Sandpiste und hielt dann auf dem Parkplatz an. Wir beschlossen, den Fahrer einfach mal nach seinen Erfahrungen und eventuellen Tipps zu fragen. Es handelte sich um ein paar aus der Schweiz und der Fahrer meinte, mit reduziertem Luftdruck in den Reifen sollte das mit unserem Auto kein Problem sein. Das wichtigste wäre langsam und gleichmäßig zu fahren und auf gar keinen Fall, auch nicht für Tiere, anzuhalten. Dann würden wir nicht wieder anfahren können. Matthias traute sich das zu und so beschlossen wir, die letzten Kilometer am Morgen nächsten Morgen selber zu fahren. Wir fuhren dann auf der Panoramastraße zurück und
Sonnenuntergang über dem
Sonnenuntergang über dem
Namib-Sandmeer
Namib-Sandmeer
steuerten erneut die Dune 45 an. Diesmal stiegen wir aus, denn hier wollten wir den Sonnenuntergang genießen. Die drei anderen machten sich dann tatsächlich daran, auf die Dune 45 zu klettern. Langsam aber stetig gingen sie entlang des Grats auf die Düne, und sie waren nicht die einzigen. Ich beobachtete sie von unten und fotografierte sie von hier aus. Nachdem sie dann soweit oben war, dass ich sie selbst mit meinem Teleobjektiv kaum noch einfangen konnte, lief ich ein wenig um die Düne herum, um mich umzuschauen und die Dünenlandschaft aus anderen Perspektiven zu fotografieren. Es dauerte eine ganze Weile, bis die 3 sich wieder an den Abstieg machten. Der
Abendessen auf der Terrasse der Lodge
Abendessen auf der Terrasse der Lodge
ging dann natürlich deutlich schneller als der Aufstieg und schon bald saßen sie neben mir auf einem Picknicktisch, von dem aus wir dann der Sonne zuschauten, wie sie am Horizont unterging. Der Tisch stand unter einem einsamen Baum und in diesem Baum saß ein Greifvogel mit ausgebreiteten Flügeln. Es schien so, als ob er den kleinsten Luftzug zum Abkühlen einfangen wollte und die untergehende Sonne färbte ihn total orange, wie man gut auf dem Foto erkennen kann. Der Sonnenuntergang war auch nicht schlecht und wir waren froh, dass wir innerhalb des Parks wohnten, denn sonst hätten wir jetzt schon den Park verlassen müssen. Gegen 19 Uhr, nachdem die Sonne dann verschwunden war, gingen wir zum Auto und fuhren die letzten 43km auf der Panoramastraße zurück zu unserer Lodge. Es war mittlerweile stockfinster und es gab keinerlei Beleuchtung der Straße. Wir mussten dann am Ende im Schritttempo fahren, um auch die Abzweigung der Schotterstraße zu unserer Lodge zu finden. In der Lodge gingen wir dann gleich direkt ins Restaurant und baten um einen Tisch draußen auf der Terrasse, den die Temperatur war inzwischen sehr angenehm. Wir wurden zu einem Tisch geführt und und konnten dann auch gleich unsere Getränke bestellen. Unterschiedliches Gerichte zur Auswahl gab es irgendwie nicht. Es gab nur ein 3-Gänge-Menü für 150 NAD, was umgerechnet etwa 9 EUR entspricht, was sehr lecker war. Die Kellnerin machte im Anschluss keinerlei Anstalten, uns eine Rechnung zu bringen. Sie war davon ausgegangen, dass wir Halbpension hatten. Natürlich klärten wir sie auf und sie bedankte sich mehrfach für unsere Ehrlichkeit, als sie uns die Rechnung brachte und wir bei ihr bezahlten. Anschließend gingen wir zu unseren Rundbauten und dann auch schon in die Betten. Am nächsten Tag wollten wir früh aufstehen, so dass wir lieber früher schlafen gingen.

12. Oktober – 180 km

Um 4:50 Uhr klingelte der Wecker und wir standen auf. Wir machten uns fertig und packten unsere Taschen. Um 5:20 Uhr waren wir mit dem Gepäckträger verabredet, der unsere Reisetaschen mit seiner Gepäckkarre zu unserem Auto bringen wollte. Aber leider tauchte der nicht auf. So fingen wir an, unsere schweren Taschen den langen Holzsteg entlang zu schleppen. Als ich auf Höhe des Restaurants war, kam er dann. Er lud unsere Taschen auf seine Karre und fuhr
Sonnenaufgang am Deadvlei Parkplatz
Sonnenaufgang am Deadvlei Parkplatz
sie uns den restlichen Weg zum Auto. Einer schnappte sich aus dem Gebäude der Rezeption unsere bestellten Breakfast Packs und schon waren wir startklar. Es war stockfinster und wir mussten wieder etwas langsamer fahren, um wieder die Abzweigung zu finden. Nach knapp 1 Stunde kamen wir dann am 4x2-Parkplatz am Ende der 65km langen Panoramastraße an. Wir waren nicht die einzigen, die hier so früh schon unterwegs waren. Aber lustigerweise waren die meisten bereits an der Dune 45 abgebogen, so dass hier hinten relativ wenig Autos standen bzw. ankamen. Wir hielten gar nicht erst an, sondern fuhren todesmutig auf die Sandpiste los. Jetzt galt es langsam aber gleichmäßig zu fahren, ja nicht anhalten und immer Ausschau nach den vermeintlich
Auf zum Deadvlei
Auf zum Deadvlei
besten Spuren zu suchen. Die Sandpiste war ziemlich breit und die Spuren führten mal weiter links aber auch mal weiter rechts entlang. Teilweise war der Sand recht tief, wir trafen auf Schlaglöcher und vielen Wellen, aber wir kamen dann am Ende ohne
und ein Stück hoch
und ein Stück hoch
Probleme am Parkplatz des Deadvleis an.Der war dann auch von den Bodenverhältnissen deutlich besser als die Sandpiste, so dass wir nicht befürchten mussten, hier später nicht mehr anfahren zu können. Nur ein einziges Auto stand hier bereits. Das versprach ein unglaubliches Erlebnis im Deadvlei zu werden. Doch erst mal genossen wir von hier aus den Sonnenaufgang. Es sah unglaublich toll aus, wie die ersten Strahlen über die Dünen kamen und den Morgennebel beleuchtete. Vom Parkplatz aus mussten wir noch etwa 1,1km durch rote Dünen laufen, bis wir beim Deadvlei, dem bestimmt am häufigsten fotografierten Ort des Sossuvleis ankommen würden. Um 6:45 gingen wir dann bepackt mit Rucksäcken voll mit Wasserflaschen und Kameras los. Ein Schild auf dem Parkplatz wies uns in die grobe Richtung. Es behauptete, man müssen den Markierungen folgen. In regelmäßigen Abständen steckten weiße Holzmarker im Sand, denen wir einfach nur folgen mussten. Der Weg ging durch Sand, der das Vorwärtskommen natürlich etwas erschwerte. Bei jeden Schritt rutschten wir immer wieder ein Stückchen zurück und somit war es deutlich anstrengender hier zu gehen als auf Schotterwegen. Wir gingen vorbei an kleineren Tonpfannen, eingerahmt von roten Dünen, die nach und
Auf dem Weg
Auf dem Weg
zum Deadvlei
zum Deadvlei
durch das rote
durch das rote
Namib-Sandmeer
Namib-Sandmeer
nach immer mehr von der aufgehenden Sonne angestrahlt wurden. Zunächst war der Weg zum Glück noch relativ flach, aber dann änderte sich das. Wir mussten dann ein Stück eine Düne hochgehen, wo wir gefühlt 2 Schritte vor, ein Schritt zurück vorwärts kamen. Als wir oben angekommen waren, sahen wir schon das Deadvlei vor uns liegen. Die Tonpfanne lag noch komplett im Schatten, nur auf der Westseite wurden die roten Dünen schon von der Sonne angestrahlt. Und
Deadvlei im Schatten
Deadvlei im Schatten
Deadvlei 1 Stunde später
Deadvlei 1 Stunde später
begeistert stellten wir fest, dass nur 2 andere Besucher außer uns hier waren. Davon hätte ich gar nicht zu träumen gewagt. Schnell gingen wir die eben erklommene Düne wieder runter und dann die letzten Meter bis zum Deadvlei. Am Rand der Tonpfanne stand ein Schild, auf dem man
Bodenbeschaffenheit
Bodenbeschaffenheit
aber kaum noch erkennen konnte, dass dort das Betreten und Anfassen der Kameldornbäume, die im Deadvlei standen, verboten war. Diese abgestorbenen Kameldornbäume sind charakteristisch und namensgebend für das Deadvlei und wurden schon auf unzähligen Fotos abgelichtet. Aufgrund der extremen Trockenheit verrotten sie nur sehr langsam und sind deshalb bis heute erhalten. Radiokarbondatierungen des Holzes ergaben, dass die Baumgerippe ein Gesamtalter von rund 850 Jahren haben, und dass die Bäume in der zweiten Hälfte des 14. und der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts abstarben. Die Grundfläche des Deadvleis hat eine Größe von rund 0,6 Quadratkilometer und im Südosten der Senke erhebt sich der Hauptteil von Big Daddy, die mit 350 bis 380 Metern Höhe eine der höchsten Sanddünen der Welt ist. Viele Besucher wollen diese Düne früh morgens erklimmen, um dann dort den Sonnenaufgang über dem Deadvlei zu erleben und dann von dort die Steilwand runter ins Deadvlei rennen. Der Aufstieg bis zum höchsten Punkt sollte so etwa 1 bis 2 Stunden
Kameldornbäume
Kameldornbäume
im Deadvlei
im Deadvlei
bieten viele
bieten viele
Foto-Optionen
Foto-Optionen
dauern, je nach Fitness. Das war uns deutlich zu anstrengend gewesen, so dass wir den direkten Weg zum Deadvlei gewählt hatten. Wir betraten also nun andächtig die Tonpfanne und gingen auf die Kameldornbäume zu. Da erblickte ich
Deadvlei am Morgen
Deadvlei am Morgen
auf der westlichen Düne ein Oryx, dass sich nach Norden, wenn vom Deadvlei bewegte. Das war ja mein Traum gewesen, ein Oryx auf dem roten Sand zu fotografieren. Also ging ich zügig in die Richtung, in der Hoffnung, noch ein Foto vom Oryx zu machen. Aber leider wurde das Oryx immer schneller, je näher ich heran kam. So blieb mir nur ein Foto mit dem Teleobjektiv, aber selbst dafür war es bereits zu weit weg. Schade, das wäre echt ein tolles Foto geworden. Nun schauten wir uns in Ruhe im Deadvlei um und machten viele Fotos von den dunklen
Kameldornbäume im Deadvlei
Kameldornbäume im Deadvlei
Kameldornbäumen auf dem hellen Boden vor den roten Dünen und dem blauen Himmel. Genau so hatte ich es mir vorgestellt und ich war total happy, hier zu sein. Immer noch waren keine anderen Besucher im Anmarsch, so dass wir uns fast ganz alleine hier vor kamen. Wir gingen einmal quer durch das Tal auf Big Daddy zu und standen dann staunend am Fuß dieser riesige Düne. Die Westseite lag noch komplett im Schatten, während der westliche Teil des Deadvlei mittlerweile von der Sonne beschienen wurde. Wir schlenderten wieder langsam in den sonnigen Teil und machten ein paar letzte Fotos. Nachdem wir eine gute Stunde im Deadvlei herum gewandert waren,
Der Weg zurück
Der Weg zurück
zum Parkplatz
zum Parkplatz
Picknicktisch unter den Bäumen
Picknicktisch unter den Bäumen
Besucher auf dem Weg zum Deadvlei
Besucher auf dem Weg zum Deadvlei
machten wir uns auf dem Rückweg. Auf dem Weg durch die Dünen zurück zum Parkplatz kamen uns dann jede Menge andere Besucher entgegen. Da sie ziemlich genau 1 Stunde nach uns hier ankamen, konnte man daraus schlussfolgern,
Rauf auf Big Daddy
Rauf auf Big Daddy
dass sie wohl außerhalb des Sossusvlei übernachtet haben und darum erst 1 Stunde nach uns die Reise durch den Nationalpark hatten antreten können. Als wir am Parkplatz ankamen,
Sandpiste im
Sandpiste im
Sossusvlei
Sossusvlei
holten wir unsere Breakfast Packs aus dem Auto und setzten uns an einen der Picknicktische, die unter den wenigen Bäumen im Schatten standen. Wir frühstückten in aller Ruhe und schauten zu, wie ein Auto nach dem anderen hier an kam und die Besucher in einer langen Schlange Richtung Deadvlei marschierten. Wir waren so happy, dass wir hier früh genug waren, um fast alleine das Deadvlei in der aufgehenden Sonne zu erleben. Wir sahen jetzt auch eine ganze Reihe von Besuchern Big Daddy besteigen, alle schön hintereinander weg. Ganz schön bewundernswert. Nachdem wir mit unserem
Zurück durch
Zurück durch
den Nationalpark
den Nationalpark
Frühstück fertig waren, gingen wir zum Auto und packten luden alles ein. Nun ging es darum, auch die Rückfahrt durch die Sandpiste zu schaffen. Die Temperaturen waren inzwischen deutlich höher und damit war der Sand natürlich auch lockerer und tiefer. Als wir losfahren wollten, fuhr auch ein Shuttle los zurück zum 4x2 Parkplatz. Was für ein Glück.So konnten wir einfach diesem Shuttle hinterher fahren, der einheimische Fahrer wusste bestimmt diebeste Spur zurück. Die Fahrt klappte so gut, dass ich sogar während der Fahrt einige Fotos von der Sandpiste machen konnte. Ohne Probleme kamen
Blick vom Parkplatz
Blick vom Parkplatz
in den Sesriem Canyon
in den Sesriem Canyon
wir am 4x2 Parkplatz an und alle atmeten ein wenig erleichtert auf. Die Sandpiste war geschafft. Wir fuhren gleich weiter ohne groß anzuhalten direkt zum Sesriem Canyon. Dieser befand sich unweit von unserer Lodge. Die Schotterstraße führte bis an den Rand des Canyons heran und es gab dort auch eine Möglichkeit, das Auto abzustellen. Hier begann der Canyon und wir
Und noch weiter runter
Und noch weiter runter
in den Sesriem Canyon
in den Sesriem Canyon
konnte ohne Problem im stetig nach unten führenden Flussbett entlang gehen. Der eigentliche Sesriem Canyon war etwa 1 km lang und bis zu 30 m tief. Zunächst führte uns das Flussbett aber auf nur etwa  3 bis 5Meter Tiefe hinab. Links und rechts führte gerade Feldwände hinauf und der Canyon war hier noch rechts breit, so dass man bequem am Boden des Canyons entlang laufen konnte. Je weiter wir gingen, um so weiter runter kamen wir. Nach einer kleinen Kurve führten dann in Stein gehauene Stufen, die ziemlich steil und vor allem rutschig waren,  das letzte Stück runter und schon bald wurde der Canyon immer
Der Weg zurück
Der Weg zurück
nach oben
nach oben
schmaler. Im weiteren Verlauf waren die Felswände nur 2m voneinander entfernt. Immer wieder musste man kletternd über Felsbrocken und Stein gehen, um weiter zukommen. Wir fühlten uns sofort nach Utah, bzw. Kalifornien, USA versetzt, wo wir schon durch den Antilope Slot Canyon bzw. den Mosaic Canyon im Death Valley gewandert waren. Links und rechts gingen immer wieder Wege ab, auf denen man weitere Bereiche des Sesriem Canyons erkunden konnte. Doch wir drehten nach einer Weile wieder um und gingen den Hauptweg des Canyons zurück bis zum Parkplatz. Es war mittlerweile 10:45 Uhr und wir verließen den Nationalpark und fuhren rüber zur Tankstelle. Zunächst wollten wir den Wagen auftanken und dann den Druck der Reifen
Spuren der
Spuren der
Tierwelt im Canyon
Tierwelt im Canyon
Flora und
Flora und
Fauna im Canyon
Fauna im Canyon
wieder erhöhen lassen. Der Tankwart machte uns darauf aufmerksam, dass unsere Reifen doch alle ziemlich platt waren,was wir grinsend zur Kenntnis nahmen und ihm sagten, unser nächster Stopp wäre sein Kollege mit der Luft. Da fuhren wir dann nach dem Auftanken hin und unsere Reifen wurden alle wieder aufgepumpt. Im Shop kauften wir noch einige Getränke, bevor wir dann zu unserer nächsten Unterkunft fuhren, dem Desert Camp (Homepage). Es lag direkt neben dem Desert Quiver Camp und der Zugang zu beiden Camps ging direkt von der D826 ab, nur kurz hinter dem Eingang zum Sossusvlei. Wir fuhren den Weg
Einfahrt zu beiden Desert Camps
Einfahrt zu beiden Desert Camps
Rezeption des Desert Camps
Rezeption des Desert Camps
Gnu vor Haus 228
Gnu vor Haus 228
von der Rezeption zu unserem Häusern
von der Rezeption zu unserem Häusern
auf das Camp zu, das aus mehreren kleinen Häusern bestand, die alle nebeneinander standen, jeweils mit der Terrasse Richtung Nordosten, der Wüste. Doch zunächst lenkte ein sehr interessanter Besucher vor dem Haus, auf das wir direkt zu fuhren, unsere Blicke auf sich. Da stand doch ausgewachsenes Gnu vor dem Haus und guckte uns neugierig an. Wir stoppten kurz und fotografierten aus dem Auto heraus das Gnu, bevor wir dann an den weiteren Häusern entlang weiter bis zu Rezeption fuhren. Hier stiegen wir alle aus und gingen zur Rezeption, um einzuchecken. Wir wurden überschwänglich begrüßt und mussten einige Formulare ausfüllen. Dann bekamen wir 2 Schlüssel, zu 2 nebeneinander liegenden Häusern und eine kurze Einweisung wo was ist. Hinter der Rezeption lag der Pool, umgeben von etwas Rasen,
Terrasse mit Blick auf Wüste
Terrasse mit Blick auf Wüste
Schlafbereich
Schlafbereich
Badezimmer & Garderobe
Badezimmer & Garderobe
Sonnenliegen und Markisen. Handtücher lagen an der Rezeption zur freien Verfügung und gegenüber vom Pool gab es sogar eine kleine Bar. Wir fuhren bzw. gingen dann aber erst mal zu unseren Häusern. Das Desert Camp war eigentlich ausgelegt um Selbstversorger zu beherbergen. Jedes Haus hatte ein kleine Terrasse und eine komplett ausgestattete Outdoor-Küche und noch einen Grill. Die Kühlschränke in unseren Outdoor-Küchen nutzten wir natürlich gleich für unsere Getränke. Die Häuser selber hatten jeweils einen großen Raum, in den man durch die Tür auf der Terrasse kam. Im vorderen Teil stand ein großes Doppelbett mit Blick auf die Terrasse und damit auf die Wüste. Hinter dem Bett grenzte eine nicht ganz bis zur Decke reichende Wand den Schlafbereich vom Badezimmer ab. Auf der Rückseite der Wand war der offene Kleiderschrank, gegenüber davon das Waschbecken. Die Dusche und die Toilette lagen dann abgetrennt in 2 kleineren Räumen dahinter. Alles in allem war die Einrichtung zweckmäßig, modern und relativ neu. Wir schleppten zunähst unser Gepäck in unsere Häuser und schnappten uns dann unsere Badeklamotten. Wir gingen den kurzen Weg über die staubige Straße zum Pool und ließen uns dort auf den Liegen nieder. Wir waren
Pool des Desert Camps
Pool des Desert Camps
hier total alleine und genossen das kühle Wasser des Pools und die Ruhe am Pool sehr. Leider ging das versprochene WLAN nicht und, nachdem ein anderer Gast sich darüber an der Rezeption beschwert hatte, auch nur sporadisch. Wir wollten eigentlich einen weiteren Schwung von Fotopostkarten nach Hause schicken und die Messenger-Familien-Gruppe mit den neuesten Fotos versorgen. Aber das gelang uns nur schleppend. Als dann plötzlich auch noch einige Kinder am Pool auftauchten, gingen wir zurück zu unseren Häusern und machten Siesta in unseren kühlen Schlafzimmern. Draußen war es nämlich mittlerweile brühend heiß geworden und kaum noch auszuhalten. Wie bereits am Tag zuvor hatten wir hier in der Mittagshitze lockere 43° C, so dass wir uns bis etwa 16 Uhr in unseren jeweiligen Häusern aufhielten. Dann gingen wir noch mal zum Pool, wo es mittlerweile aber voll war. Fast alle Liegen waren belegt, nicht immer von Menschen, meist eher von Handtüchern. Als wir etwas ratlos herum standen, bewegte sich zumindest ein Mensch und machte einige Liegen für uns frei. Wir chillten im Schatten und gingen ab und zu in den Pool zu abkühlen, wobei wir hier aufpassen mussten, dass wir nicht mit den im Wasser tobenden Kinder kollidierten. Gegen 18 Uhr gingen wir dann wieder zurück zu unseren Häusern, um uns für das Abendessen fertig zu machen. Wir waren keine Selbstversorger, sondern in unserer Reservierung war sowohl das Abendessen als auch das Frühstück am nächsten Morgen, jeweils drüber in der Sossusvlei Lodge enthalten. Gegen 18:45 Uhr fuhren wir dann mit dem Auto zurück zur D826, dann Richtung Eingangstor zum Nationalpark und kurz vorher rechts zur Sossusvlei Lodge. Wir parkten unser Auto und gingen zur Lodge. Wir gingen durch ein riesiges Tor und der gepflasterte Weg führte uns an Läden und der Rezeption vorbei auf die große Terrasse. Hier standen viele eingedeckten Tische und eine Kellnerin fragte uns nach unserer Zimmernummer und führte uns dann zu einem
Eingang zur Sossusvlei Lodge
Eingang zur Sossusvlei Lodge
Restaurant-Terrasse mit Cooking Station im Hintergrund
Restaurant-Terrasse mit Cooking Station im Hintergrund
Tisch am Ende der Terrasse. Wir bestellten Getränke und ließen uns dann erklären, wo wir was finden würden. Die Salatbar und das Dessert-Buffet befand sich in einem Raum am anderen Ende der Terrasse, wo dann auch Maskenpflicht herrschte. Und das Hauptgericht gab es auf der Terrasse. Nicht weit weg von unserem Tisch war der Live Cooking Bereich, wo insgesamt 3 Köche an 3 Grillstationen standen und Fleisch und Fisch nach Bestellung grillten. Dazwischen war ein gemauertes Rondell, wo diverse Beilagen standen. An den Grillstationen konnte man sich aus mehreren Fleisch- und Fischsorten was aussuchen, und während man wartete oder bereits die Beilagen aussuchte, wurde es frisch gegrillt. Ziemlich cool. Wir genossen den Abend auf der Terrasse sehr, die Temperaturen waren endlich angenehm. Erst kurz vor 21 Uhr gingen wir zum Empfang, wo wir unsere Getränke bezahlen mussten und fuhren dann zurück zu unserem Camp. Wir waren sehr froh, dass es hier wieder eine Klimaanlage in unseren Zimmern gab, so dass wir alle eine angenehme Nacht hatten.

13. Oktober – 361 km

Wir standen bereits um 7:15 Uhr auf und genossen unseren ersten Kaffee auf der Terrasse bei angenehmen Temperaturen
1. Kaffee am Morgen mit tollem Blick
1. Kaffee am Morgen mit tollem Blick
und schöner, frischer Luft und tollem Blick auf die Wüste. Um 8 Uhr fuhren wir dann rüber zur Sossusvlei Lodge, um dort zu frühstücken. Diesmal bekamen wir einen Tisch direkt an der Mauer der Terrassenbegrenzung mit direktem Blick auf den Nationalpark. Das Buffet war diesmal drinnen aufgebaut, da wo gestern Abend die Salatbar und das Dessert-Buffet gewesen war. An einer der Grillstationen draußen konnte man sich Eier in jeglicher Form frisch zubereiten lassen. Wir ließen es uns wieder schmecken und genossen es sehr, hier im Freien in der Sonne bei noch humanen Temperaturen zu sitzen und zu frühstücken. Nachdem wir fertig gefrühstückt hatten, fuhren wir wieder zurück zu unserem Camp. Hier packten wir unsere Taschen und checkten aus. Nun ging es Richtung Kalahari. Dabei wollten wir nicht den schnellsten, direkten Weg nehmen, sondern auf kleineren Straßen die Berge überqueren. Wir fuhren zunächst auf der C27 Richtung Süden. Nach knapp 100 km bogen wir dann links auf die D827 ab, die dann Richtung Berge führte. Eigentlich hatten wir geplant, dieser Straße bis zur C19 zu folgen, die eigentlich die direkte Straße durch die Berge war. Aber nach nur 10 km ginge rechts die D830 ab, die in einem größeren Abstand
auf dem Weg
auf dem Weg
zur Kalahari
zur Kalahari
parallel zur C19 verlief, aber kleiner und etwas gewundener war. Da wir heute ausreichend Zeit für unsere Fahrt hatten. beschlossen wir, dort entlang zu fahren. Auf 48 km ging es
Raststätte links
Raststätte links
hoch und runter, links und rechts um Kurven und durch einige Täler, eines davon ein größeres, grünes Tal, wo es sogar einige wenige Häuser gab und sogar einige Menschen, die neugierig in unsere Richtung schauten, als wir vorbei fuhren. Wir trafen dann auf die D831, auf die wir rechts einbogen und schon nach nur 3 km ging es weiter auf der D824. Nach weiteren 11 km trafen wir dann auf die C14. Wir begegneten die ganze Zeit keinem anderen Auto. Erst als wir dann auf die C14 trafen, auf die wir links einbogen, um wieder Richtung Norden zu fahren, sahen wir einen Jeep am linken Straßenrand stehen, mit offenem Kofferraum und dem Fahrer kniend
Reifenpanne - man hilft doch gerne
Reifenpanne - man hilft doch gerne
vor dem rechten Hinterrad. Eine Reifenpanne. Neben ihm standen seine Frau und seine kleine Tochter. Wir berieten kurz und fuhren dann hinter ihnen auch an den linken Rand und hielten. Ich erkannte die Familie wieder, sie hatte ebenfalls in unserem Camp übernachtet und ich hatte sie am Vortag am Pool bemerkt. Wir halfen der Familie den platten Hinterreifen zu wechseln. Sie kamen aus der Schweiz und erzählten uns, dass dies bereits ihre 2. Reifenpanne sei und sie nun keinen Ersatzreifen mehr hatten. Allerdings würde ihre Reise am übernächsten Tag vorbei sein, insofern hofften, sie noch heil bis Windhoek zurückzukommen. Nachdem der letzte Ersatzreifen montiert und der platte Reifen verstaut war, verabschiedeten wir uns und fuhren weiter. Kurze Zeit später erreichten wir Maltahöhe, wo sich die C19, auf der wir auf direktem Wege hätten durch die Berge fahren können und die C14 kreuzten. Der Ort selber war doch sehr überschaubar. Wir bogen kurz vor der ersten Häusern auf die C19 Richtung Osten ab. Die Straße führte als Hauptstraße durch den Ort vorbei an einigen trostlosen Häusern. Es gab eine Tankstelle und wohl auch einen kleinen Supermarkt, aber nach wenigen Metern war es schon wieder vorbei. Wir folgten der C19 weitere 100 km bis kurz vor Mariental. Wir wollten hier einen Supermarkt-Stopp einlegen und noch einmal Getränke kaufen. Als die C19 dann auf die B1 traf, bogen wir nach links Richtung Norden ab. Die Straße führte zwischen dem Fish River und dem Ort entlang. Nach nur wenigen Metern bogen wir rechts
Einfahrt zur Anib Kalahari Lodge
Einfahrt zur Anib Kalahari Lodge
auf die Marie Brandt Street und fuhren direkt zum Sparmarkt. Wir füllten unsere Getränkevorräte auf und fuhren dann auch gleich weiter. Auf der B1 ging es noch ein Stück Richtung Norden bis Hardap, wo wir dann rechts auf die C20 abbogen. Jetzt ging es auf die letzten Kilometer rein in die Kalahari Wüste. Nach 20 km erreichten wir den Abbieger zu unserer nächsten Unterkunft, der Kalahari Anib Lodge (Homepage). Knapp 3 km mussten wir dann noch durch roten Wüstensand fahren, bevor wir dann den Parkplatz der Lodge erreichten. Wir gingen alle zusammen zur Rezeption, wo wir von einem Mitarbeiter herzlich empfangen wurden. Wir checkten ein und buchten dann für den nächsten Abend die Sun-Downer-Tour durch die Kalahari. Die etwa 3-stündige geführte Tour kostete ca. 725 NAD pro Person, aber das wollten wir unbedingt machen, um einen Eindruck von der Kalahari zu bekommen. Und es war unsere letzte Möglichkeit, noch einmal die Tierwelt von Namibia zu erleben, bevor wir nach Deutschland zurück fliegen würden. Nachdem wir unsere Zimmerschlüssel bekommen hatten, gingen wir zurück zum Auto, um
Das Schlafzimmer
Das Schlafzimmer
Blick von der Terrasse
Blick von der Terrasse
unser Gepäck auszuladen. Wir wurden von 2 Mitarbeitern mit Gepäckkarren verfolgt, die uns netterweise unsere
Badezimmer
Badezimmer
schweren Reisetaschen zu unseren beiden Zimmern fuhren. Die Standard-Zimmer der Lodge befanden sich in 3 Reihen um den großen Pool herum, während die Komfort-Zimmer in einzelnen Bungalows etwas am Rand gelegen waren, jeweils mit einer Terrasse und Blick auf das Lodge eigene Wasserloch. Unsere Zimmer lagen am äußersten Rand des Geländes direkt nebeneinander. Beide Zimmer hatten einen großen Raum mit einem großen Doppelbett, das wiederum mit Blick auf die davor liegende Terrasse und Wüste ausgerichtet war. Das Badezimmer war diesmal komplett abgetrennt und lag im vorderen Bereich gleich neben der Zimmertür. Wir guckten uns erst mal in unseren Zimmer um und trafen uns dann auf unserer Terrasse zu einem kühlen Getränk. Dann schnappten wir uns unsere Badesachen und gingen zum Pool. Dabei entdeckten wir, dass es zwischen den beiden Bungalow-Reihen, die auf die Wüste ausgerichtet waren, noch einen weiteren kleineren Pool mit Sonnenterrasse befand. Da gingen wir hin.
kleiner Pool mit Blick auf Wasserloch
kleiner Pool mit Blick auf Wasserloch
großer Pool eingerahmt von Zimmern
großer Pool eingerahmt von Zimmern
Blick auf die Terrasse vom Restaurant
Blick auf die Terrasse vom Restaurant
Bar gegenüber vom großen Pool
Bar gegenüber vom großen Pool
Leider gab es nur 2 Sonnenschirme am Rand mit Blick auf das Wasserloch, wobei unter jedem Schirm 2 Sonnenliegen standen. Alle 4 Liegen waren frei, aber 2 davon waren doch tatsächlich mit Handtüchern belegt, aber weit und breit waren keine Gäste zu sehen, denen diese Handtücher gehören könnten. Also auch hier schien es diese Reservierungsmentalität zu geben. Somit schnappten wir uns die anderen beiden Liegen und holten einfach eine 3. Liege dazu.
Übersicht der Wanderwege
Übersicht der Wanderwege
Wir kühlten uns regelmäßig im Pool ab und verkrochen uns dann wieder im Schatten, denn in der Sonne war es wirklich nicht auszuhalten. Wir lasen, schrieben Postkarten und beobachteten das Wasserloch. Ab und an ließ sich dort ein Tier sehen, aber das war kein Vergleich zu dem, was wir im Etosha NP erlebt hatten. Am späten Nachmittag machten sich Rike und Matthias auf, um einen kleineren Spaziergang durch die Kalahari zu machen. Auf dem Gelände der Lodge gab es mehrere Wanderwege in unterschiedlicher Länge. Am Beginn des Weges stand eine Übersichtskarte, auf der die 3 unterschiedlich langen Wege eingezeichnet waren. Während die beiden also die Kalahari zu Fuß erkundigten, beschlossen Oskar und ich eher die Bar gegenüber dem großen Pool zu erkunden. Wir
Sonnenuntergang in der Kalahari
Sonnenuntergang in der Kalahari
setzen uns an einen der Tische auf der Terrasse und bestellten uns leckere alkoholfreie Cocktails. Nachdem die anderen beiden später wieder zurück kamen, gingen wir rüber zum kleinen Pool, um von dort aus den Sonnenuntergang über dem Wasserloch zu genießen. Jetzt waren auf die beiden reservierten Liegen belegt, die beiden Damen hatten den ganzen Tag mit ihren Handtüchern die Liegen blockiert, nur damit sie jetzt zum Sonnenuntergang hier in der ersten Reihe liegen konnten. Unfassbar ! Nachdem die Sonne verschwunden war und wir ausgiebig den rot-orange gefärbten Himmel bewundert hatten, gingen wir rüber zum Restaurant. Wir ließen uns einen Tisch auf der Terrasse geben und entdeckten, dass auch hier vor der Terrasse ein sogar beleuchtetes Wasserloch lag. Drinnen im Restaurant war das Buffet aufgebaut, an dem wir uns dann unser leckeres Essen holten. Hier gab es Vorspeisen und Salate, die man selber zusammen stellen konnte und als Hauptgericht hatten wir die Wahl zwischen unterschiedlichen
Terrasse vom Restaurant
Terrasse vom Restaurant
Wasserloch beim Restaurant
Wasserloch beim Restaurant
Feuerstelle mit Pool im Hintergrund
Feuerstelle mit Pool im Hintergrund
Fleischsorten. Und an der Auswahl von Dessert mangelte es auch nicht. Wir ließen es uns richtig gut gehen und während wir aßen, wanderte unser Blick immer wieder zum Wasserloch, wo sich im Laufe des Abendessens 3 Warzenschweine, eine Elenantilope und eine Katze, die Matthias auf den ersten Blick für einen Löwen gehalten hatte, blicken. Wir waren ganz happy dass wir sprichwörtlich am Ende unserer Reise tatsächlich doch noch Warzenschweine zu Gesicht bekamen. Nachdem wir satt und allmählich auch müde waren, gingen wir zurück zu unseren Zimmern und alsbald auch in die Betten.

14. Oktober


15. Oktober – 295 km


16. bis 17. Oktober – 58 km & 8.086 km Flug & 500 km



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